Qualitätsstandards und Kontrollsysteme für Erfolg

Standards und Kontrolle

Allgemeine Grundsätze und Vorgaben

Die Mindestvorgaben der Bio-Initiative basieren auf den geltenden EU- und nationalen Bio-Richtlinien sowie auf wissenschaftlichen und praxisbewährten Standards.

Dazu gehören u.a.:

  • Vollständige Umstellung des Betriebs auf ökologische Bewirtschaftung
  • Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen (GVO) und deren Derivate
  • Artgerechte Tierhaltung nach den geltenden Tierschutzvorgaben
  • Weidegang und möglichst betriebseigenes Futter
  • Begrenzung des Tierbesatzes auf maximal 2 Großvieheinheiten pro Hektar
  • Verzicht auf Leistungsförderer und den routinemäßigen Einsatz von Antibiotika
  • Kennzeichnung konformer Erzeugnisse mit dem Zeichen der Bio-Initiative
  • Verbindliche Regelungen in Satzung, AGB und Teilnehmerverträgen

Herkunftssicherung und Rückverfolgung ist uns sehr wichtig. Deshalb gibt es eine Zusammenarbeit mit dem Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen (KAT) im Bereich Eier. Denn nur dort kann über die Nummer auf dem Ei nachvollzogen werden, wo die Eier gelegt wurden. Deshalb müssen alle Legebetriebe der BIO-Initiative KAT-zertifiziert sein. 

Unsere Systemvorgaben und Checklisten werden laufend an aktuelle Entwicklungen sowie gesetzliche Anforderungen angepasst. Durch digitale Audits und moderne Prozesse schaffen wir effiziente Abläufe, sparen Zeit und reduzieren Kosten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Tierwohl. Mit erweiterten Anforderungen an die Aufzucht und Haltung von Geflügel sowie regelmäßigen Tierwohlkontrollen setzen wir Standards, die über die üblichen Branchenvorgaben hinausgehen.

Alle relevanten Richtlinien, Checklisten und Formulare finden Sie in dem Systemvorgaben

Add-ons

Die Bio-Initiative entwickelt ihre Standards kontinuierlich weiter, um Betriebe auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten und nachhaltige Entwicklungen aktiv zu fördern.

Dazu gehören zusätzliche Themenbereiche wie:

  • Biodiversität
  • Klimaschutz und CO₂-Reduzierung
  • Photovoltaik und Agri-PV
  • Soziale Verantwortung und Sozialstandards

Diese sogenannten „Add-ons“ sind zunächst freiwillig, werden jedoch schrittweise an Bedeutung gewinnen. Sie helfen Betrieben, sich frühzeitig auf künftige Marktanforderungen und gesetzliche Vorgaben einzustellen.

Grundlage ist eine Bestandsaufnahme des aktuellen Status. So können Fortschritte dokumentiert, Verbesserungen sichtbar gemacht und die Weiterentwicklung nachhaltig begleitet werden.

Unser Kontrollsystem

Die Bio-Initiative setzt auf ein mehrstufiges Kontrollsystem, das Transparenz, Sicherheit und Glaubwürdigkeit gewährleistet.

Die Kontrolle erfolgt auf folgenden Ebenen:

  • Anforderungen der EU-Öko-Verordnung
  • Betriebliche Eigenkontrolle
  • Unabhängige Zertifizierung durch anerkannte Kontrollstellen
  • Zusätzliche Kontrollen der Bio-Initiative
  • Überprüfung der Kontrollen im Rahmen des Integrity-Systems (unangemeldete Kontrollen)

Alle eingesetzten Zertifizierungsstellen müssen die Anforderungen der EU-Öko-Verordnung erfüllen und über eine Akkreditierung nach DIN EN ISO/IEC 17065 verfügen.

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